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Studienreise Grönland – Wasserwirtschaft im Fokus des Klimawandels

Aktualisiert: 20. März

Zahlreiche Faktoren, beginnend mit 3500 Kilometern Entfernung zu der einzigen ganzjährigen Flugverbindung nach Kopenhagen, eine für die Menschen nicht förderliches Klima und eine hauptsächlich für militärische Zwecke aufgebaute Infrastruktur tragen dazu bei, dass das am dünnsten besiedelte Staat der Welt schwer zu erreichen ist. Zusätzlich ist der Transport innerhalb Grönlands wegen einer fehlenden Straßeninfrastruktur zwischen den Ansiedelungen umständlich und oft von Verspätungen und Ausfällen geprägt.


Bild 1 - Schmelzwasser vom ewigen Eis bildet einen Wasserfall in der Nähe von Point 660


Diese Studienreise wurde unternommen um die globalen Auswirkungen der Klimaerwärmung in der Arktis in ein KI-gestütztes Sprachmodell (Large Language Model) einfließen zu lassen. Dadurch - in Hinblick auf klimarelevante Aspekte - können zum Beispiel in den Medien publizierte Aussagen zum Abschmelzen der Eiskappen, der Nordwestpassage und dem Meeresspiegelanstieg vor Ort verifiziert werden. Auf Grund der intensiven internationalen Forschungstätigkeiten werden in der Hauptstadt Nuuk vermehrt hochkarätige Konferenzen zum Thema Klimaschutz, Vorhersagemodelle und künstlicher Intelligenz angeboten.


Geographie und Geschichte:

Grönland, Greenland auf Englisch oder Kalaallit Nunaat in Grönländisch ist die weltgrößte Insel und ist ein politisch selbstverwalteter Teilstaat des Königreiches Dänemark. Grönland wird hauptsächlich von den primären Einwohner den Inuit bewohnt. Die ersten Inuit wanderten von Kanada vor etwa 4400 Jahren ein. Später segelten die Nordmänner aus Nordeuropa und besiedelten von Südostgrönland ausgehend die damals bewaldeten küstennahen Gebiete. Die Nordmänner nannte man „Grænlendingar“. Aus noch nicht völlig geklärten Gründen verschwanden sie jedoch um 1550. Funde belegen, dass die Nordmänner für die Viehzucht und Landwirtschaft die damals vorhandenen Wälder gerodet haben und es wird vermutet, dass sie durch Erosion und Beginn der kleinen Eiszeit ihre Lebensgrundlage verloren haben. Die Inuit überlebten mit Jagd und stellen heute die Mehrheit der Bevölkerung. Im 18. Jahrhundert folgte die Kolonisierung von Dänemark, inklusive Entwurzelung der Bevölkerung. So brach der “Apostel der Grönländer”, Hans Egede, ein norwegischer Pfarrerin dänischer Abstammung 1721 nach Grönland auf und traf vor Ort nicht wie erwartet auf Wikinger, sondern auf Inuits. Er lernte ihre Sprache und übersetzte christliche Inhalte ins Grönländische, wie zum Beispiel das Vaterunser. Das Wort “Brot” in der Passage “unser tägliches Brot gib uns heute” musste er jedoch durch “Seehund” ersetzen. Denn die Inuits kannten kein Brot. Dafür aber kommt das Wort Anorak, etwas gegen den Wind, aus dem Grönländischen. Dies ist kein Zufall, da an der Grönländischen Nord- und Ostküste Windgeschwindigkeiten bis 300 km/h auftreten können. Auch das Kajak (Grönländisch Qajaq), schnelles wendiges Boot für die Jagd, kommt aus dem Grönländischen. Ursprünglich ist das kajak mit einem Rahmen aus Holz und Knochen, mit Fellen überzogen und traditionell ein nach oben hin geschlossenes Boot für Männer. Die Boote für Frauen sind oben offen.


Die Ureinwohner von Grönland sind in drei Hauptgruppen unterteilt: Kalaallit von Westgrönland, die Tunumiit von Ostgrönland oder Tunu und die Inughuit von Nordgrönland. Grönlands hat 57.695 Einwohner. Zirka 90 Prozent sind Inuit und sprechen Kalaallisut (Westgrönländisch).

Dänemark hat die in kleinen Kommunen lebende Bevölkerung ab den Fünfzigerjahren des zwanzigsten Jahrhundert in größere Städte umgesiedelt. Dies geschah um Infrastruktur einzusparen und eine westliche Lebensweise zu forcieren. Übrig geblieben sind tief entwurzelte Einheimische ohne Arbeit. Das Experiment ist bereits Anfang der Sechzigerjahre wegen sozialer Spannungen, Ghettobildung und Alkoholismus gestoppt worden. Die Dokumentation "Block P" über den Abriss des größten Wohnhauses in Nuuk kann im Nationalmuseum angesehen werden. Die sozialen Aspekte der Bewohner und die Umerziehung stehen im Vordergrund dieser Dokumentation. In diesem einen Wohnblock lebten fast ein Prozent der Grönländischen Bevölkerung. Geblieben sind die anderen Wohnblöcke, die keine Bereicherung für das Stadtbild sind.

Seit dem 1. Mai 1979 genießt Grönland, ebenso wie die Färöer, eine weitgehende Autonomie innerhalb des Königreiches Dänemark. Grönland ist kein Mitglied der Europäischen Union und auch kein Teil vom Schengen-Raum.


Einreise- und Ausreise: Internationale Flugverbindungen nach Grönland gibt es von Reykjavik, Akurayryi, Kopenhagen und Billund nach Nuuk, Ilulissat, Kangerlussuaq, Narsarsuag und Kulusuk, sowie Nerlerit Inaat von Island aus. Bei der Ausreise aus Grönland ist zu beachten, dass keine Mineralien oder Robbenfällen aus Grönland ohne Zertifikat ausgeführt werden dürfen. Zertifikate sind bei Kauf zu verlangen. Frühestens in November 2024 eröffnen zwei internationale Flughäfen in Nuuk und Ilulissat. Danach ist geplant die ehemaligen US-Militärflughäfen in Kangerlussuaq und Narsarsuaq zu schließen.

Bild 2 - In Kangerlussuaq befindet sich der einzige offizielle Campingplatz von Grönland


Der Campingplatz hat nur im Sommer geöffnet, ist unbeaufsichtigt und ohne fließendes Wasser. Aber dafür ist er ein perfekter Ausgangspunkt zum 160 Kilometer langen Sisimiut-Trail. Dieser Weitwanderweg wird auch Arctic-Circle-Trail genannt. Wegen der Mitternachtssonne trifft man im Sommer auch zur Nachtzeit auf Wandergruppen. Camping ist in unbesiedelten Gebieten ohne Polarbärenbesiedelung auch ohne Waffe oder Fremdenführer erlaubt. Vom Campen direkt am Meer ist wegen umstürzender Eisberge, die einen kleinen Tsunami auslösen können, abzuraten.


Bild 3 - 3D-Ansicht von Grönland - blaue Bereiche zeigen wo das Inlandeis schmilz


Da wir uns am Ende der kleinen Eiszeit befinden, Polare Verti zunehmen, die Temperaturen steigen und auch der Einfluß des Menschen zunimmt wird sich das Abschmelzen der Eismassen weiterhin beschleunigen.


Bild 4 - Kangerlussuaq - Point 660 zirka 500 Meter am Eisschild mit dunklen Gesteinsverwehungen


Am Point 660 kann das Abschmelzen der Eiskappen mit eigenen Augen beobachtet werden. Im Hochsommer, wenn die Temperatur im Tal auf bis zu 15 Grad steigt, schmelzen bis zu ein Meter an Eis ab und die Gletscherzunge zieht sich zirka 20 Meter pro Tag zurück



Clip 1- Anflug nach Narsarsuaq Flughafen in Südgrönland


Narsarsuaq ist Startpunkt der Disko Line. Das Unternehmen hat sich auf Schiffsfahrten für Passagiere spezialisiert. In diesen Breitengraden kann Aufgrund der klimatischen Veränderungen wieder Vieh- und Landwirtschaft betrieben und es gibt Forschungsprojekte, die versuchen eine Nahrungsmittelproduktion in Südgrönland aufzubauen.


Bild 5 - Polarbär in Qooqqut auf der Suche nach Nahrung. Leider wurde dieses Exemplar erschossen.


Polar bear approaches Nuuk _ Sermitsiaq.AG
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Zeitungsartikel 1 - sermitsiaq.ag - Artikel über Polarbär in der Nähe von Nuuk


Jedoch besteht derzeit Aufgrund der schmelzenden Schelfeismassen eine Unterversorgerung der Eisbärenpopulation. Daher begeben sich Tiere auch auf Nahrungssuche in die besiedelten Gebiete in West- und Ostgrönland. Einen Polarbären in Südgrönland anzutreffen ist eine sehr unwahrscheinliche Seltenheit.

 

Wasserfälle:

Grönland ist für seine atemberaubende, wilde Landschaft bekannt, zu der auch beeindruckende Wasserfälle gehören. Jedoch sind die meisten Wasserfälle nicht kartographisch erfasst. Zu den bemerkenswerten Wasserfällen in Grönland gehören:

  • Sermitsiaq-Wasserfall

  • Qorlortorsuaq-Wasserfall:

  • Upernavik-Wasserfälle

  • Narsarsuaq-Wasserfall

  • Qorlortoq-Wasserfall

  • Wasserfälle entlang der Nares-Straße

  • Wasserfälle vom Store-Gletscher

  • Unterwasser-Katerakt an der Dänemarkstraße


Sermitsiaq-Wasserfall: Der Sermitsiaq-Wasserfall entspringt dem gleichnamigen Gletscher in der Godthabsfjord-Bucht nahe der Hauptstadt Grönlands, Nuuk. Der Wasserfall stürzt im Sommer fast senkrecht über Felswände. Der Sermitsiaq-Gletscher befindet sich an der Westküste Grönlands, etwa 15 Kilometer nordöstlich von Nuuk, der größten Stadt der Insel. Er erstreckt sich entlang des östlichen Teils der Godthabsfjord-Bucht. Der Gletscher hat eine Fläche von etwa 120 Quadratkilometern und ist Teil des grönländischen Eisschilds. Er reicht vom Inlandeis bis zum Meer und erstreckt sich über mehrere Kilometer. Am Ende des Sermitsiaq-Gletschers erstreckt sich ein Eisschelf über das Meer. Ein Eisschelf ist eine schwimmende Eismasse, die mit dem Gletscher verbunden ist, aber bereits ins Meer hinausragt. Der Sermitsiaq-Gletscher ist auch kulturell bedeutend für die Einheimischen in Nuuk und der Umgebung. Er ist Teil der grönländischen Identität und viele traditionelle Erzählungen und Geschichten ranken sich um den Mythos dieses Berges. Die Flagge von Grönland zeigt stilisiert die Form des Berges und eine der beiden Tageszeitungen heißt Sermitsiaq. Im Sommer ist es möglich den Berg zu besteigen oder mit dem Hubschrauber am Gipfel zu landen.


Bild 6 - Ableger vom Sermitsiaq-Wasserfall in der Nähe von Nuuk und der Halbinsel Qooqqut


Qorlortorsuaq-Wasserfall: Im Tasermiut-Fjord in Südgrönland stürzt das Wasser über eine senkrechte Felswand in den Fjord und bietet eine spektakuläre Aussicht. Das naheliegende Wasserkraftwerk versorgt Qaqortoq und Narsaq.


Bild 7 - Qorlortorsuaq-Wasserfall mit Kraftwerk


Bild 8- Seitenarm vom Qorlortorsuaq-Wasserfall


Upernavik-Wasserfälle: Upernavik ist eine Stadt in Nordgrönland und beheimatet eine Reihe von Wasserfällen, die sich von den umliegenden Felsklippen ergießen. Diese Wasserfälle bieten eine malerische Kulisse und sind ein beliebtes Ziel für Fotografen und Naturbegeisterte.


Narsarsuaq-Wasserfall: Dieser Wasserfall befindet sich in der Nähe der Stadt Narsarsuaq im Süden Grönlands. Das Wasser stürzt hier über terrassenartige Felsformationen und fließt in den Tunulliarfik-Fjord. Der Narsarsuaq-Wasserfall ist besonders beeindruckend, da er von grünen Hügeln und Gletschern umgeben ist.


Qorlortoq-Wasserfall: Dieser Wasserfall liegt in der Nähe der Stadt Qaqortoq in Südgrönland. Er ist bekannt für sein klares blaugrünes Wasser, das über eine steile Felsklippe stürzt. Der Qorlortoq-Wasserfall ist ein beliebtes Ziel für Wanderungen und bietet eine wunderschöne Naturlandschaft.


Nares-Straße: Spektakuläre Wasserfälle findet man entlang der Nares-Straße, eine Wasserstraße zwischen Ellesmere Island (der nördlichste Teil Nunavuts, Kanada) und Grönland. Hier stürzen in den Sommermonaten die geschmolzenen Eismassen vom Schelfeis direkt ins Meer. Die meisten Wasserfälle sind erst in den letzten Jahren Aufgrund höherer Temperaturen entstanden.


Store-Gletscher-Wasserfall: Am Store-Gletscher im Nordwesten Grönlands wurde im Sommer 2019 beobachtet, dass sich enorme Mengen von Schmelzwasser von sogenannten "Auslöseseen" eine Kettenreaktion ausgelöst haben. Im Laufe weniger Tage flossen alle temporären Seen sind ab. Die enormen Wassermassen von bis zu 1000 Kubikmeter pro Sekunde sind in einer Kaskade mit 1.000 Meter in die Tiefe gestürzt. Solche Ereignisse werden in Zukunft zunehmen. Nach dem Abfließen hinterlassen die Seen Löcher, die als "Mühlen" bezeichnet werden und es dem Schmelzwasser ermöglicht unter das Eisschild zu fließen.


Dänemarkstraße-Katarakt: Der weltgrößte Wasserfall befindet sich unter Wasser in der Dänemarkstraße an der Grönland-Island-Schwelle und trennt die Becken der Irmingersee im Atlantischen Ozean und das Becken der Grönlandsee im Arktischen Ozean voneinander. Das eine Becken ist 600 Meter unter dem Meeresspiegel und das andere Becken ist 4.000 Meter tief. Es stürzen pro Sekunde um die 3 Millionen Kubikmeter kaltes Salzwasser den Unterwasser-Wasserfall zirka 3.400 Meter hinab.


Es ist wichtig zu beachten, dass viele der Wasserfälle in Grönland aufgrund ihrer abgelegenen Lage schwierig zu erreichen sind. Einige erfordern möglicherweise Wanderungen oder Bootsfahrten. Wenn Sie Wasserfälle in Grönland besuchen möchten, ist es ratsam, sich vor Ort nach den besten Zugangsmöglichkeiten und aktuellen Informationen zu erkundigen.

 

Energieversorgung und Wasserkraftwerke:

Aufgrund seiner arktischen Lage und der spezifischen geografischen Gegebenheiten hat Grönland eine einzigartige Wasserwirtschaft. Grönland ist größtenteils vom Schelfeis bedeckt, einer bis zu mehrere tausend Meter dicke Eisschicht, die den weltweit zweitgrößten Süßwasserspeicher darstellt. Schmelzwasser von Gletschern und Eisschilden trägt zur Bildung von Flüssen, Seen und Fjorden bei. Im Winter frieren viele Gewässer zu, wodurch die Verfügbarkeit von flüssigem Wasser begrenzt ist. Dies beeinflusst die Stromgewinnung durch Wasserkraft, genauso wie die Verfügbarkeit von Trinkwasser aus Oberflächen- und Grundwasserquellen.

Die Wasserkraft hat aufgrund der zahlreichen Flüsse und Gletscher in Grönland ein beträchtliches Potenzial für die Energieerzeugung und wird ständig ausgebaut und erweitert. Dadurch werden zirka 30 Prozent der Energie gewonnen, immerhin 500 Mio. kWh. Mit norwegischen und isländische Unternehmen bestehen Joint Ventures bei den meisten Wasserkraftwerks- und Stromleitungsprojekten. Photovoltaik ist Aufgrund von Regierungsinitiativen und Förderungen von Entgelten bei der Netzeinspeisung in den letzten Jahren erfolgreich getestet worden, genauso wie Windkraftanlagen, die mittlerweile an arktische Wetterverhältnissen angepasst worden sind. Weiters ist eine Unterseeleitung für überschüssige Energie von Ostgrönland nach Island, sowie von Westgrönland nach Kanada im Planungsstatus. Jedoch sind entsprechende Unterseekabel sehr kostenintensiv.


Grönland ist auch mit ökologischen Herausforderungen konfrontiert. In der Zukunft wird es nicht zu leicht werden, Altlasten rechtzeitig zu sanieren, bevor gefährliche Stoffe durch das teilweise unterirdische Schmelzen der Kappen großflächig das sensible Ökosystem kontaminieren. Hier sind die Ölfässer von Ammassalik in Ostgrönland und der stillgelegt portable Atomreaktor im bereits aufgelassenem Camp Century, welches sich 240 km von der Thule Air Base befindet, als gefährlich einzustufen.

 

Grönland und der Rest der Welt - Was sind die Unterschiede, was ist zu beachten?

  1. Fliegen: Es besteht eine ganzjährig tägliche Flugverbindung von und nach Kopenhagen. Im arktischen Winter sind die Preise ab Kopenhagen ab zirka 500 € für einen Rundflug zu haben, im Sommer wird es doppelt so teuer, da vergleichsweise milde Temperaturen, weniger Stürme und die Mitternachtssonne vermehrt Touristen anlocken. Um Geld zu sparen, kann auf der offiziellen Seite von Air Greenland www.airgreenland.com beim Hinflug eine Übernachtung in Kangerlussuaq den Flugpreis halbieren. Ein Flug mit nur 8Kg Handgepäck in den Maßen 45x40x23 spart zirka 100 €. Vernünftige Ticketpreise im Sommer ab eintausend Euro. Am Flughafen und im Flugzeug sind Durchsagen nicht in Englisch und bei nationalen Flügen erfolgt kein Security-Check. Flüge fallen teils wetterbedingt oftmals aus oder sind verspätet.

  2. Lebenshaltungskosten: Lebensmittel, speziell Obst und Gemüse sind in Grönland wegen der Transportkosten teurer als im bereits teuren Dänemark, genauso wie Restaurantbesuche und Unterkünfte und es fallen außerdem Roaming-Kosten an.

  3. Infrastruktur: In Grönland gibt es zwischen den Städten meist keine Straßenverbindung. Daher gibt es mehr Boote als Autos. Günstiger als mit dem Flugzeug oder Hubschrauber zu reisen ist es die regulären Personenfähren zu nutzen. Wer mit dem Hubschrauber fliegen möchte, kann in Nuuk oder Ilullisat Rundflüge buchen oder sich im Streckennetz von Air Greenland zu abgelegenen Ortschaften einen regulären Helikopterflug buchen.

  4. Klima: Flugverspätungen und Reisestornierungen sind an der Tagesordnung, weil das Wetter unvorhersehbar ist. Zum Beispiel kommt es im Sommer wegen erhöhter Gletscherschmelzen zu unvorhergesehenen Eisstößen. Im winter können auch in Südgrönland Temperaturen um Minus 50 Grad gemessen werden und Windstärken über 300 km/h sind möglich.

  5. In Grönland gibt es derzeit einen Coworking-Space im Hotel Narsaq in Narsaq.

  6. Ist es sicher am Inlandeis in einem Iglu zu schlafen oder ist man Mahlzeit für einem Eisbären? Eisbären haben Angst vor Iglus, weil sie so aussehen wie ein riesengroßer Eisbär. Außerdem ist es sehr selten auf einen Eisbären anzutrefen und es ist nicht erlaubt ohne Waffe in Eisbärengebiet unterwegs zu sein.

  7. Foto-Impressionen aus der Hauptstadt Nuuk:

Bild 9 - Wetterumschwung mit meterhohen Wellen und Schneegestöber am Küstenweg im Juli 2023


Bild 10 - Blick vom Hans-Egede-Denkmal zur Kirche


Bild 11 - Anlegestelle für Boote am Hafen


Bild 12 - Supermarkt im Zentrum von Nuuk mit lokalen Fisch- und Fleischspezialitäten


Bild 13 - Nuuk-Center, Konferenzzentrum mit zwei Etagen Geschäften und großem Supermarkt


 

Welche globalen Auswirkungen hat die Klimaerwärmung in Grönland? Die Antworten wurden über die Browser-Erweiterung languagetool.org generiert:

  1. Viele Menschen befürchten, dass das Inlandeis schon bald weggeschmolzen sein wird. Wie schaut die Lage vor Ort aus und welche zukünftige Entwicklungen sind zu erwarten? Das Inlandeis kann sich im Sommer, speziell bei Plusgraden und Regen um mehrere Meter pro Tag zurückziehen und kann dabei bis zu einem viertel Meter an Dicke verlieren. An der Gletscherzunge ist wegen meist dunklem Abrieb am Gletscher eine starke Abschmelzung zu verzeichnen. Die oberflächlichen dunklen Verschmutzungen fördern die Abschmelze, sind aber lediglich ein peripheres Phänomen an der Gletscherzunge. Das Inlandeis ist sonst an der Oberfläche weiß und reflektiert das Sonnenlicht. Da sich das Inlandeis über 4000 Kilometer erstreckt und eine Dicke von bis zu mehreren tausend Meter aufweisen kann, haben Simulationsergebnisse ergeben, dass es mehrere Jahrhundert Jahre dauern wird, bis die Eismassen geschmolzen sind. Jedoch gehen die neuesten Simulationenunter Einbeziehung von Kippunkten von einer weit schnelleren Schmelze aus als Hochrechnungen vergangener Jahre.

  2. Bilden sich im Grönländischen Hochsommer tatsächlich Eisseen in Mittelgrönland? Schmelzseen sind auch im Sommer 2023 dokumentiert worden. Es ist davon auszugehen, dass das geschmolzene Wasser sich unter die Eisschicht gräbt und dort das Inlandeis von unten verflüssigt. Auch in der Antarktis haben sich in den letzten Jahren unterirdische Eisseen gebildet.

  3. Wie schaut die Situation beim Schelfeis aus? Schelfeis oder Eisschelf ist eine große Eisplatte, die auf dem Meer schwimmt und von Gletschern, Eisströmen oder Eiskappen gespeist wird und noch mit diesen verbunden ist. Schelfeis bis zu 1000 Meter dick werden. Am äußersten Rand vom Schelfeis brechen immer wieder Eisberge ab Dieser Prozess wird als Kalben bezeichnet. Schelfeis ist weniger anfällig für Sonneneinstrahlung, da es meist keine oberflächlichen Verunreinigungen aufweist. Genauso wie bei Eisbergen erfolgt die Verflüssigun durch Auftauen von unten auf Grund wärmerer Meeresströmungen. Aus diesem Grund ziehen sich die Schelfeisflächen im Sommer zurück und können sich auch im Winter nicht wieder schließen. Polarbären haben sich an diese Situation angepasst und jagen vermehrt am Land. Das Abschmelzen vom Schelfeis ist hauptsächlich für den Meeresspiegelanstieg verantwortlich. Der Meeresspiegelanstieg ist am Äquator wesentlich höher als an den Polen, weil . Somit sind Länder wie die Niederlande und Ägypten weniger von den Auswirkungen des Meeresspiegelanstieges betroffen, obwohl beide Länder große tief gelegene Gebiete aufweisen.

  4. Welche Länder sind am meisten von einem Meeresspiegelanstieg betroffen? Zu den am meisten betrofennen Ländern des Meeresspiegelanstieges zählen China, Bangladesch, Indien, Vietnam, Indonesien. Darüber hinaus sind auch tief liegende Inselstaaten wie Kiribati, Tuvalu und Fidschi sowie große Teile der Malediven besonders betroffen.

  5. Warum sind mehr Länder am Äquator vom Meeresspiegelanstieg betroffen als andere Länder? Der Anstieg des Meeresspiegels ist nicht gleichmäßig über den Globus verteilt und ist am Äquator höher als an den Polen. Dies liegt an folgenden Faktoren: Thermische Ausdehnung: Die Ozeane haben laut Weltklimarat IPCC mehr als 90 Prozent der bisherigen Erderwärmung aufgenommen. Wenn Wasser wärmer als vier Grad wird, dann dehnt es sich aus. Das Meerwasser am Äquator ist wärmer als an den Polen und führt zu einer stärkeren thermischen Ausdehnung und somit zu einem höheren Meeresspiegel. Erdrotation und Geoidform: Die Erde ist ein Geoid und am Äquator breiter als an den Polen. Dies führt dazu, dass das Wasser wegen der Erdrotation zum Äquator hin gedrängt wird und dort den Meeresspiegel erhöht. Schwerkraft und Landmasse: Wenn große Eismassen wie die in Grönland und der Antarktis schmelzen, dann verringert sich die Schwerkraftwirkung auf das umliegende Meerwasser und das Wasser verteilt sich mehr in Richtung des Äquators.

  6. Welche Folgen hat die Meerwassererwärmung in der Arktis ? Bereits heute spielt die Nordwestpassage eine wichtige Rolle in der Transarktischen Schifffahrt. Mit dem Rückgang des arktischen Eises auf Grund des Klimawandels könnte sie in Zukunft eine immer wichtigere Rolle im globalen Schiffsverkehr spielen. Allerdings bringt dies auch ökologische und politische Spannungen mit sich und auch der Krabbenfang in Kanada ist davon betroffen. In der Fischsaison 2022/2023 geschätzte 10 Milliarden Krabben in der Beringstraße wegen der wärmeren Strömuung zu wenig Krill gehabt, sind verhungert und die Fischerhaben diese Saison nichts gefangen.

Bild 14 - Eisberg im Nuuk-Fjörd - Bei blau schimmernden Eis handelt es sich um altes gepresstes Eis



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