Zu Gast in Kasachstan - Weltaustellung Future Energy in Astana 2017


Der weltweite Energiehunger steigt jedes Jahr um zirka 2 Prozent und liegt bei ungefähr 600 Exajoule mit einer Freisetzung von mindestens 35 Milliarden Tonnen Kohlendioxid. Zirka zweidrittel der von uns verbrauchten Energie wird über Verbrennung fossiler Brennstoffe erzeugt. Der Anteil erneuerbarer Energie deckt nicht einmal in Ländern mit Bestrebungen Energie sauber zu erzeugen den zukünftigen Mehrverbrauch.

Zum Beispiel bezieht Thailand ihren gesamten Energieverbrauch entweder aus Kohlekraftwerken oder es wird Strom importiert. Iran zum Beispiel baut neue Pumpwasserkraftwerke, wie zum Beispiel Seymareh. Frankreich fokussiert sich auf Nuklearenergie, Energiegewinnung aus Abfall und auf die Weiterentwicklung vom ITER Kernfusionsreaktor. In Deutschland ist die Energiewende mit Ausbau der Windenergie und der Gleichstromtrasse voll im Gange. Hier bleibt aber auch noch über Jahre die Stromerzeugung über fossile Energieträger stabil, da die regenerativen Energien die Abschaltung der Kernkraftwerke kompensieren.

Auf der Expo 2017 in Astana werden auch neue regenerative Energiequellen präsentiert, wie zum Beispiel die leisen 1 KW "Wing"-Räder der tunesischen Firma Tyer Wind. Die spanische Firma Vortex setzt auf leise und flügellos durch Schwingung erzeugte 1 MW Windenergie, erzeugt über Induktion von überdimensionalen Stäben, die mit dem Wind schwingen.

Viel Forschungsarbeit ist noch notwendig, um aus Algensubstrat einen natürlichen Ölersatz oder Strom zu gewinnen. Nicht sortenreiner Müll kann von der tschechischen HEDVIGA Group in Energie umgewandelt werden. Die Niederländische Firma Rainmaker produziert mit einem kombinierten Windrad und Osmosetechnologie sauberes Trinkwasser. In Al-Mafraq ist ein autonomes Spital mit Operationssälen im Einsatz. Auch verschiedene Power-to-Gas-Anlagen können in Zukunft Gas aus überschüssigem Strom erzeugen. Bereits in Tokyo und Seoul werden in Gewächshochhäusern lokal Obst und Gemüse produziert. Dafür ist viel Licht notwendig, damit wasser- und ressourcenschonend der städtische Bedarf an veganen Lebensmittel gedeckt bleibt.


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